Um auch ferner Stehende zu erreichen, spielt neben den Gottesdiensten und anderen eher „traditionellen“ kirchlichen Angeboten immer auch die Kulturarbeit für unsere Gemeinde eine wichtige Rolle. Sie blickt im Jahr 2017 auf eine 143-jährige Tradition, die mit dem Bau dieser Kirche als evangelische Fest- und Stadtkirche begann. Sie ist die größte evangelische Kirche in Krefeld geblieben. Mit dem Neubau des Gemeindehauses unmittelbar an der Kirchmauer und der Sanierung des Jugendhauses, war die Gemeinde erstmalig seit 1943 wieder in der Lage, ihre Aufgabe der Verkündigung und Verbreitung des Evangeliums adäquat zu erfüllen.

Das Gemeindezentrum, bestehend aus: Kirche, Gemeindehaus und Jugendhaus, soll über den bereits guten Ruf als Veranstaltungsort hinaus zu einem Ort noch vielfältigerer Begegnungen und Kommunikation werden. Unsere Kirche steht in der City und muss sich dort auch als Kirche deutlich bemerkbar machen. Das bedeutet für uns:

  • Eine Kirche in der City ist eine verlässlich offene Kirche. Wir wollen sichtbar und hörbar präsent, „da“ sein.
  • Durch niederschwellige Angebote möchten wir möglichst viele Menschen erreichen, und zwar geistig, geistlich und emotional.
  • Wir bieten Schutzraum, Raum zur Entfaltung, eingebettet in Gemeinsinn, Offenheit für Anliegen und gelebte Religiosität. Die Öffnungszeiten werden zunehmend erweitert, um den Zugang in selbst bestimmter Zeit zu ermöglichen.
  • Die Stadtkirchenarbeit soll Gemeinschaft herstellen, gegen Vereinsamung wirken. Wir bieten Kontakt, Begegnung, Gespräch, Rat und Information. Wir laden ein und bewirten.
  • Interreligiöse und interkulturelle Begegnungen sollen weiter gefördert werden. Wir sind diesbezüglich offen und positioniert.
  • Kooperationen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, die gemeinsame Schnittflächen haben, sollen beibehalten bzw. entwickelt werden. Wir stellen unsere Räume u.a. Amnesty International, dem BUND, verschiedenen Selbsthilfegruppen u.v.m. zur Verfügung.
  • Gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen sollen (kritisch) begleitet werden, ggf. auch Widerstand hervorrufen. Beliebigkeit ist fehl am Platz. Wir setzen auf Beziehungs- und Bildungsarbeit.
  • Wir bieten ein Forum für die drei letztgenannten Punkte.
  • Wir zeigen Präsenz für die Stadt, bezogen auf das soziale und kulturelle Umfeld. Wir verstehen uns als einen aktiven Teil des Gemeinwesens.
  • Stadtkirchenarbeit dient der Mission. Die Stadtkirche ist niederschwellige Anlaufstelle für Glaubensfragen und ermöglicht auch den Kircheneintritt für nicht im Gemeindegebiet lebende Menschen, die unsere Angebote wahrnehmen.
  • Wir möchten uns als vertrauenswürdig erweisen. Wir nehmen die Andere und den Anderen wahr und möchten umgekehrt wahrgenommen werden. Wir stellen uns daher auch der Kritik und den Beschwerden. Die Erfahrung von Unterschieden ist uns so wichtig wie der Einklang.
  • Grundlage für unsere Arbeit sind die christlichen Werte und die humanistischen Werte der abendländischen Kultur, die wir durchaus vermitteln wollen, jedoch ohne überstülpenden Charakter, in Abgrenzung, jedoch ohne Ausgrenzung.
  • Wir bewegen uns im Spannungsfeld von Kirche, Kultur und Gesellschaft. Hierfür bieten wir einen eigenen kulturellen Raum.
  • Warmherzigkeit und Barmherzigkeit sind zentrale Anliegen. Freude soll sich in unserer Arbeit und durch unsere Arbeit vermitteln.Pro Jahr finden bis zusätzlich zu den Gottesdiensten mehr als 100 Veranstaltungen mit fast 20.000 Besuchern in der Kirche und im Gemeindezentrum der Friedenskirche statt. Als zusätzliche Veranstaltungsorte wurden Räume im Kirchturm und auf der Außenplattform des Turms erschlossen.Das vielseitige Raumangebot lässt sich gezielt einsetzen. Das macht die Friedenskirche zu einem Veranstaltungsort der besonderen Art. Ebenso erweist sich die Möglichkeit des offenen Cafés rund um die Veranstaltung als eine Chance für Kontakte, neue Anregungen und Anbindung.

    Programmvielfalt, Qualität und Programmdichte

    Unsere Veranstaltungsreihe bietet eine außergewöhnliche Vielfalt: Klassik, Jazz verschiedener Stilrichtungen, Musik anderer Kulturen. Auch Theater und Lesungen, Tanz und bildende Kunst bekamen ein Forum. Da diese Art Veranstaltungen dem Krefelder Besucher bislang im Kirchraum unbekannt waren, stellt sich nun dem Besucher eine neue Form von „Öffnung nach außen“ dar.

    Im Bereich visueller Kunst wurde ebenfalls viel Neues auf den Weg gebracht. Kunst im Kirchenraum konnte diesen zusätzlich beleben, Besucher anziehen und den Dialog fördern. Es erreichen uns Anfragen von namhaften sowie noch unbekannten und lokalen Künstlerinnen und Künstlern. Die Auswahl der Ausstellungen (etwa vier pro Jahr) erfolgt durch ein kompetentes Team.

    Mittlerweile ist die Veranstaltungsreihe Kulturpunkt bei Künstlerinnen und Künstlern aus dem Inn- u. Ausland bekannt, so dass wöchentlich bis zu 30 Konzertanfragen eingehen.

 

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