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Gedanken zur Zeit

Passionszeit /

7 Wochen Ohne

Die Fastenaktion der evangelischen Kirche

Alles geht schief! Das wird nix mehr! Warum neigen so viele Menschen dazu, die Zukunft als Zeit der Niederlagen, Misserfolge, ja Katastrophen zu be- schreiben? Angst und Sorge treiben sie an. Wenn die anderen Leute in Familie und Gesellschaft ihnen nicht glauben, reagieren sie mit einem Achselzucken: Ihr habt halt keine Ahnung!

Angst und Sorge sind zentrale Elemente menschlichen Bewusstseins. Sie dürfen aber nicht dominieren und Menschen in Hoffnungslosigkeit fallen lassen.

Das Motto für die Fastenzeit 2020, „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“, soll im Sinne Jesu Christi dazu ermuntern, Zukunftsangst und Misstrauen zu überwinden.

In der Geschichte von Tod und Auferstehung, der die Fastenzeit und Ostern gewidmet sind, lebt neben Glaube und Liebe das Prinzip Hoffnung, wie es Paulus in seinem Brief an die Korinther beschreibt.

Wir möchten mit Texten und Bildern dazu ermuntern, auch in schwierigsten Lebensphasen nicht zu übersehen, wie viel Verstand, Mut und Können in uns, in unseren Familien, Freundeskreisen und Gemeinschaften steckt.

Mit Zuversicht kann es gelingen, aus Krisen zu lernen und gemeinsam neue Wege zu entdecken.Wir kriegen das schon hin! Kein Grund zu Pessimismus!

ARND BRUMMER, Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen Ohne“

 

 

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.   (1. Korinther 15,42)

Der Tod steht außer jedem Zweifel. Und auch das, was mit dem verstorbenen Leib geschieht, seine Verwesung, steht außer jedem Zweifel.

Tod und Verwesung des menschlichen Körpers zu bezweifeln, wäre Narretei. Der Glaube ist keine Narretei, auch nicht der Osterglaube, der Auferste- hungsglaube. Auch wenn es immer mehr Menschen – selbst Christen – schwerfällt, an die Auferstehung zu glauben.

Doch der Apostel Paulus ist da ganz rigoros: Würden wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, schreibt er im ersten Brief an die Korinther (15,19), dann wären wir die elendsten unter den Menschen. Dass wir auferstehen werden – nicht um wieder zu sterben –, sondern um ewig – unverweslich – zu leben, ist der Fixpunkt des christlichen Glaubens.

Und mitnichten eine Vertröstung auf das Jenseits, sondern ein echter Trost und eine große Ermutigung schon in diesem Leben. Trost angesichts der Gräber lieber Verstorbener, die wir wieder- sehen werden.

Ermutigung, weil die Auferstehung der stärkste Ausdruck der göttlichen Liebe zu den Menschen ist.

Doch was tun, wenn ich glauben möchte, es mir aber schwerfällt, vielleicht mit zunehmendem Alter sogar immer schwerer fällt. Die Antwort gibt die Jah- reslosung diesen Jahres, die Bitte eines Vaters, der um das Leben seines Sohnes bangt: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“, heißt es im Markusevangelium. Adressat ist Jesus, der um unsere Not und unsere Todesangst weiß. Und Gottes Kraft und Liebe am eigenen Leib erfahren hat.

Text aus „Image“ Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit 4/2020

 

Das Leben

geht weiter

Ein schlichtes Grab. Ein Grabstein mit Kreuz, eine Hecke, eine Vase mit Blumen.

Die Überraschung bietet der zweite Blick – statt Name und Lebensdaten ein Klingelschild, ein Klingelknopf, ein Briefschlitz, in dem die Zeitung steckt.

Das Bild von Frank Kunert hat den Titel: Das Leben geht weiter. Es setzt die Auferstehungshoffnung ins Bild. Das Leben geht weiter, auch für die, die wir begraben haben.

Das ist unser Glaube und Grund zur Freude – und auch zum Lachen.