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Einführung von Pfarrer Marc-Albrecht Harms

Am 04. Juli 2021 war es soweit: In einem feierlichen Gottesdienst unter Leitung der Superintendentin Dr. Barbara Schwahn wurde Marc-Albrecht Harms in sein Amt als neuer Pfarrer in unserer Friedens-Kirchengemeinde eingeführt. Mit nahezu 150 Besuchern war die Friedenskirche wiederum gut besucht. Neben vielen Gemeindemitgliedern waren auch Vertreter aus Politik und anderen Religionsgemeinschaften zugegen.

In den Grußworten, u.a. von Krefeld‘s OB Frank Meyer wurde wiederum die besondere Stellung der Friedenskirche im evangelischen Krefeld deutlich.
Ihre Lage ist einfach dafür prädestiniert, Kirche in der City zu sein. Damit verbunden ist der Anspruch, die Stadtkultur mitprägen zu wollen, ganz im Sinne des Leitmotivs unserer Gemeindekonzeption: „Suchet der Stadt Bestes“ (Jeremias 29, 7). Diesen Raum zu bieten für ein friedliches Miteinander in ökumenischen, interreligiösen und interkulturellen Begegnungen hat daher bei uns eine lange und große Tradition.

Der Kultur.Punkt, das offene Cafe am Mittwoch Abend und nicht zuletzt die Stand.Punkt-Reihe sind der mittlerweile auch über die Grenzen Krefelds bekannte und geachtete Ausdruck für diesen Beitrag, „evangelisch in Krefeld“ zu sein. Eben: gesellschaftliche Entwicklungen auf Basis christlicher Werte kritisch und konstruktiv zu begleiten und damit sichtbar und hörbar präsent zu sein. Diese Gedanken aufzugreifen, sie in die Tat umzusetzen, werden der eine Schwerpunkt der Tätigkeit von Pfarrer Marc-Albrecht Harms sein. Ein wichtiger Aspekt hierbei wird sein, „in der Predigt Themen als Zeitansage für die Stadtbevölkerung zu Gehör zu bringen“, wie er es selber in seinem Bewerbungsschreiben formuliert hat.

Der andere Schwerpunkt wird sein, Seelsorger für die etwa 3500 Gemeindeglieder zu sein. Hierbei handelt es sich, wie man so schön sagt, um die eigentliche Gemeindearbeit. Auch dieser Teil der Kirche will lebhaft und lebendig gestaltet sein – und zwar von der Wiege bis zur Bahre. Auch bei diesem Aspekt der kirchlichen Arbeit steht Marc-Albrecht Harms an vorderster Front. Denn das ist so geblieben und gilt auch heute noch: Der Pfarrer, die Pfarrerin repräsentiert die Spitze der Gemeinde. Er oder sie ist der Anker, der Kern, an dem man alles festmacht.

Die andere Seite der Medaille sei aber an dieser Stelle auch nicht verschwiegen. Sinkende Mitgliederzahlen und damit auch ein begrenzter finanzieller Bewegungsspielraum führen zu Priorisierungen und Einschränkungen im Sichtbarsein, in den Angeboten. Immer umfangreichere Regularien in allen Bereichen verlangen vertiefte Kenntnisse und erfordern einen immer höheren Bearbeitungsaufwand. Deutlich ist dies auch bereits geworden an der Zahl der Pfarrstellen hier an der Friedenskirche. Waren dies zu Beginn dieses Jahrtausends noch volle zwei Pfarrstellen, so ist diese Zahl auf eine einzige geschrumpft. Eine Vertretung ist somit nur noch über eine Kooperation mit anderen Gemeinden möglich und ein solches Erfordernis ergreift immer weitere Bereiche, wie z.B. die Konfirmandenarbeit. Dies erfordert auch ein neues Denken, nicht nur rein in der Gemeinde sein – mehr regional denken, nicht direkt interkulturell, aber durchaus eben innerevangelisch.

Dabei gilt es auch, ehrenamtliche Mitarbeitende zu gewinnen und zu begeistern. Denn erst dadurch wird ein Gemeindeleben möglich, kann Gemeinde gebaut werden. Und gerade auch diese ehrenamtlich Mitarbeiten- den sind es, die als Multiplikatoren helfen, das christliche, humanistische Weltbild zu verbreiten und vorzuleben – gegen Diskriminierung jeglicher Art.

Ob Jugendliche für Jugendliche, ob in der Familienarbeit oder der Seniorenarbeit, oder speziell hier in der Kultur. Punkt-Arbeit – jede helfende Hand ist gerne willkommen, um Bestehendes fortzuführen und Neues in Angriff zu nehmen. Noch einmal sei aus der Bewerbung von Pfarrer Marc-Albrecht Harms zitiert: „Menschen gewinnen, zu interessieren, ein Umfeld zu schaffen, in dem dies gelingt“, so hat er seine Aufgabe umschrieben. Hierbei wird das Presbyterium ihn gerne unterstützen und seinen Beitrag dazu leisten – mit Pfarrer Harms als „Menschen- Fischer“ an erster Stelle.

In diesem Sinne heißen wir Pfarrer Marc-Albrecht Harms ganz herzlich in der Friedens-Kirchengemeinde willkommen und wünschen ihm eine recht lange Zeit fruchtbaren Wirkens in unserer Gemeinde.

Dr. Günter Krenz