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Gottesdienst – Aktuell

Ab kommenden Sonntag, dem 10. Mai finden wieder die Sonntagsgottesdienste in der Friedenskirche zur gewohnten Zeit statt. Bei diesen Gottesdiensten sind wegen der Gefährdungslage durch das Coronavirus in Anlehnung an die geltenden Empfehlungen der Behörden folgende einschränkende Regeln zu beachten:

  1. Es ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 m zu Personen eines anderen Hausstandes einzuhalten.

  2. Beim Betreten und Verlassen der Kirche ist eine Traubenbildung zu vermeiden.

  3. Es stehen nur die gesondert gekennzeichneten Sitzplätze zur Verfügung.

  4. Ein Mund- und Nasenschutz ist zu tragen.

  5. Die Husten- und Niesetikette ist zu beachten.

  6. Zur Personenidentifizierung werden Name, Adresse und Telefonnummer oder Email-Adresse notiert.

  7. Es erfolgt kein Singen durch die Gemeinde.

  8. Bei Nichteinhalten der Sicherheitsmaßnahmen durch eine/n Besucher/in ist das Presbyterium berechtigt, diese/n von dem Gottesdienst auszuschließen.

 

Eine Möglichkeit zur Desinfizierung der Hände wird bereitgestellt.

Die Empore wird nicht genutzt.

Es erfolgt keine Feier des Abendmahls.

 

 

 

Andacht ;

Innenansicht Altar Friedenskirche Krefeld

In der Zeit , die von der Verbreitung des Corona-Virus bestimmt ist, eine Ansprache zum Hören.

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24.Mai.2020          EXAUDI  Pfarrer – Helmut O. Frost

Andacht 24. Mai 2020  Friedenskirche Krefeld – von Helmut O. Frost

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, zuvor darf ich mich eben vorstellen: ich heiße Helmut O. Frost. Ich war Schulpfarrer am Merian-Gymnasium, da- nach Pfarrer in Bilbao und Turin. Zurück in Krefeld war ich für die Erwachsenenbildung zuständig.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben viele Menschen Halt und Trost in den folgenen Worten von Dietrich Bonhoeffer gefunden:

 

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
soviel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

– Soweit das „Glaubensbekenntnis“ von Dietrich Bonhoeffer  aus dem Jahr 1943.

 

„Manchmal kennen wir Gottes Willen, manchmal kennen wir nichts.  Erleuchte uns, Herr, wenn die Fragen kommen.“

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, so beginnt ein Lied (von Kurt Marti und Armin Juhre 1966) im Beiheft zu unserem Gesangbuch.

„Manchmal kennen wir Gottes Willen, manchmal kennen wir nichts.“

Das passt genau in unsere Zeit – in unsere Corona-Zeit. Es gibt jetzt viele neue Regeln wie „Mundschutz tragen“, „Abstand halten“ usw. Abstand ist der neue Anstand. Manche sprechen hier sogar von den neuen Geboten. „Die Menschen sollen sich an Grundgebote halten“ – so Angela Merkel, die Bundeskanzlerin vor kurzem.    

„Erleuchte uns, Herr, wenn die Fragen kommen.“

Wir Menschen haben viele Fragen – jetzt aktuell und sonst auch. An der Friedenskirche haben wir uns fünf Jahre lang mit grundlegenden Fragen zum Leben und Glauben beschäftigt an Themenabenden, in dem Theolo- giekurs „Zwischen Himmel und Erde“ und im Programm „Theologie in der City“. Für viele Fragen haben wir Antworten gefunden, manche Fragen mussten so stehen bleiben. Es war immer ein lebendiger Austausch.

  1. „Manchmal sehen wir Gottes Zukunft, manchmal sehen wir nichts. Bewahre uns, Herr, wenn die Zweifel kommen.“

Der biblische Text für heute beginnt mit den Worten: „Seht, es werden Tage kommen…in denen ich mit dem Haus Israel … einen neuen Bund schliessen werde“ (Jeremia 31,31).  

Ein neuer Bund? Da kommen viele Fragen auf. Soll die bisherige Verbindung zwischen Gott und Israel bzw. Gott und uns erneuert werden? Oder soll tatsächlich etwas ganz Neues kommen? Ein Magazin stellt in seiner aktuellen Ausgabe die Frage: „Sind wir bereit für eine neue Zeit?“ Mit Corona und nach Corona wird vieles anders werden in unserem Land und auch in Deinem und meinem Leben. Wollen wir das auch?   

  1. „Manchmal spüren wir Gottes Liebe, manchmal spüren wir nichts. Begleite uns, Herr, wenn die Ängste kommen.“

Das Neue von Gott soll sein: „Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben“ (V. 33 b).

So der Prophet.

Wir brauchen dann keine Regeln und Gebote mehr – wir haben alles, was wichtig ist, in unseren Herzen. Das wäre doch sehr erfreulich – oder?

Und das ist noch nicht alles – der Prophet sagt weiter: „Keiner wird mehr den anderen belehren“ (V. 34 a).

Da wird also keiner mehr sagen „Abstandhalten – Maske tragen“ usw. Da wird keiner mehr Dich und mich belehren – mit erhobenem Zeigefinger. Da fällt die Distanz.

Da gibt es keine Belehrung mehr und auch so etwas wie Erwachsenenbil- dung wird dann überflüssig sein.

– Allerdings kann das noch etwas dauern… 

Das Lied endet dann mit dem Vers.

  1. „Manchmal wirken wir Gottes Willen, manchmal wirken wir nichts. Erwecke uns, Herr, dass dein Friede kommt.“

Amen.

 

Verfasser:

 

Helmut O. Frost, Grotenburgstr. 42  – D -47800 Krefeld

Tel. 02151 – 32 79 608    e-mail: helmu1590818941t.fro1590818941st@we1590818941b.de1590818941

21.Mai.2020          christi himmelfahrt  Prädikant – Dietmar Krebbers

17.Mai.2020          Rogate   Herr, lehre mich beten! – matthäus 6          Pfarrerin Vetter

10.Mai.2020          Kantate  Prädikantin – Brigitte Koll

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26.April.2020          „Leben mit und trotz Verletzlichkeit“       1. Petrusbrief 2, 24b   Pfarrerin – Pleger

19.April.2020           „Gottes andere Thermik – Hoffnung und Zuversicht in neuer Zeit!“    Jesaja 40, 28 – 31   Pfarrerin – Pleger

 

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Karfreitag 10.4.2020 – Mit Verletzlichkeit leben –

Losung:„Wohl dem, der den Herrn fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten.“ P.s 112,1

Lehrtext:„Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie irrende Schafe, aber nun sei d ihr umgekehrt zu dem Hirten und Bischof unserer Seelen.“ 1. Petrus 2, 24f

Ich erinnere mich: als 13 jähriges Mädchen erlebte ich wie mein Vater – der starke, Sicherheit gebende, mich in seinen Armen auffangende Vater – wie er an einer Innenohr-entzündung erkrankt war. Er konnte nicht aufrecht stehen, nicht gehen,jede Bewegung des Kopfes bereitete ihm Übelkeit, er musste mit der Tragbahre in den Kranken-wagen und in die Uni-Klinik gebracht werden.

Wir 5 Kinder blieben ratlos und aufgelöst zurück, unsere Mutter fuhr ihm hinterher.Er musste schnell operiert werden… einige Stunden warteten wir in Sorge.

Dann kam die erlösende Nachricht: Alles gut überstanden!

Seit diesem Tag wusste ich, dass Eltern nicht ewig bleiben.

Und irgendwie auch: Wir alle sind verletzlich! Jeder gewiss an anderen Stellen, der einen mehr, die andere weniger, aber alle irgendwo.

Sting singt in seinem Song: „Fragile“ genau davon!

„Ifblood will flowwhenfleshandsteelareone…“

(„Wenn Blut fließt weil Fleisch und Stahlzusammen-

treffen…“) hören Sie mal rein, das ist schon beeindruckend!Und immer wieder zum Ende  das erstaunt-fassungslose

„… how fragile weare…“ wie verletzlich wir doch sind!

Und an Karfreitag ist genau das im Mittelpunkt:

Unsere Verletzlichkeit und damit unsere Geschöpflichkeit. Wir sind geschaffene Wesen, haben uns nicht selbst gemacht – und wir sind verletzlich und also endlich.Die derzeitige Corona-Krise machte das einmal mehr deutlich.

Viren waren früher etwas, was den PC und das Smartphone zum Abstürzen brachte, doch inzwischen hat es einen neuen Klang und neue Gefährdungsebene erreicht, denn nun betreffen Viren uns … in aller Welt.

An Karfreitag schauen wir darauf, dass sich Jesus von Nazareth ans Kreuz schlagen ließ, um seine Freunde und alle, die zu ihm hielten aus der Schusslinie zu halten.

Wenn Gott an Weihnachten Mensch wurde, dann wurde er in Jesus am Kreuz ein verletzlicher und verletzter Gott.

Wo gibt es das im Rahmen derGeschichte der Religionen, dass ein Gott für andere stirbt? Dieser Karfreitag durchkreuzt unser Gottesbild. Es stört und kratzt an unserer Festlegung Gottes auf die schönen Dinge.

Die tiefe Frage nach dem Warum?von Ungerechtigkeit und frühem, sinnlosen Sterben, von Krankheit und Corona lässt sich nicht einfach beantworten. Aber ganz sicher fühle ich mich bei einem Gott wohler, der selbst leidet und in tiefster oder höchster? Schutzlosigkeit am Kreuz stirbt, damit uns Menschen unfassbar nahe kommt und dann doch dem Tod nicht das Feld überlässt.Menschlicher geht kaum…

Doch das ist erst Ostern im Blick!Amen

Gebet (Sylvia Bukowski)

Du Sohn Gottes, unser Erlöser, du gibst dich hin

an eine Welt, die dich braucht, aber nicht will.

Du hältst alles aus, was deine Jünger dir antun

mit ihrer Feigheit, mit ihrem Verrat,

mit ihrer Treulosigkeit.

Und selbst im Tod hörst du nicht auf, die Welt zu lieben und deinen Nachfolgern die Treue zu halten.

Wir können nicht fassen, was das Kreuz über die Größe

deiner Liebe sagt. Wir halten schlecht aus, was es von unserer Sünde spiegelt.

Jesus, vergib uns und gib uns Anteil an dem Leben,

das du erkauft hast mit deinem Tod.

Amen

 

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,

und vergib uns unsere Schuld

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeitin Ewigkeit.Amen

EG 98 Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt

  1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,

Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt –

Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:

Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.

  1. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,

wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.

Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?

Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.

  1. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,

unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn –

hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:

Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.

Text: Jürgen Henkys (1976) 1978 nach dem englischen »Nowthegreen blade rises« von John Macleod Campbell Crum 1928

Melodie: »Noël nouvelet« Frankreich 15. Jh.

SEGEN

Gott segen und behüte dich, er lasse sein Angesicht leuchten über dir und wende sich dir freundlich zu.

Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Es segne und behüte dich der allmächtige Gott – der Vater, der Sohn und die Heilige Schöpferkraft.

Amen

Sylvia Pleger, Pfarrerin der Friedenskirche

 

Andacht: Furchtsam sein – 7. April 2020

Seien Sie herzlich gegrüßt!

Unsere Bibeltexte für heute:

Losung: Der Herr, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil fürchten musst. (Zefanja 3,15)

 

Lehrtext: Jesus sprach zu den Jüngern: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? (Markus 4,40)

Furcht und Angst – das ist auch ein Thema in der Passions­ge­schich­te, in der Leidensgeschichte Jesu. Zugespitzt in der Begebenheit im Garten Getsemani. Es ist in der Nacht, in der Jesus gefangengenommen wird. Jesus scheint zu ahnen, was auf ihn zukommt. Von ihm wird erzählt: „Da ergriff ihn Furcht und Angst.“ Und zu seinen Jüngern sagt er: „Meine Seele ist zu Tode betrübt.“

Diese ist eine der Begebenheiten, in denen Jesus so normal menschlich reagiert: es packt ihn die Angst. Also, auch ein Jesus empfindet:es kann mir Schlimmes zustoßen, ich bin ausgeliefert – und er reagiert mit Angst. Insofern ist er einer von uns. Denn so kenne ich es auch. Ich spüre ein Kratzen im Hals. Und bekomme Angst, am Beatmungsgerät zu landen.

Ja, ich muss mir klar machen: dass ich Angst habe, ist Teil meines Lebens. Ist nicht Symptom von mangelnder Frömmigkeit. Und Menschen reagieren auch unterschiedlich ängstlich auf die ständigen Nachrichten über die Corona-Situation. Manchmal ist es sinnvoll, sich nicht jeden Bericht über schlimme Entwicklungen der Erkrankung anzuschauen. Und manchmal ist es sinnvoll, nicht alleine zu bleiben mit den Nachrichten. Sondern es kann hilfreich sein, sich -notfalls am Telefon – die Angst von der Seele zu reden, zu hören, dass es anderen auch nicht anders geht und sich gegenseitig zu erzählen, dass die meisten relativ harmlos erkranken und dass man sich ja gut schützen kann durch zuhause bleiben.

Ich meine also, wir müssen dem Glaubensvertrauen auch Chancen geben, bei uns anzukommen in unserer allzu menschlichen Angstsituation. Ja, es ist so, dass wir von Gott begleitet sind. Ja, es ist so, dass Christus derjenige ist, dem sogar der Wind und die See gehorchen, wie es in der Sturmstillungserzählung heißt. Und weil es zu unserem menschlichen Leben dazugehört, die Verbindung mit Gott nicht immer wahrnehmen zu können – müssen wir nach Wegen suchen, wie das Vertrauen bei uns ankommen und sich breit machen kann.

Manchmal haben wir nämlich „noch keinen Glauben“, wie Jesus zu seinen Jüngern auf dem See sagt. Schön, dass er sagt „noch“. Das zeigt, es gibt nicht nur Luft nach oben mit meinem Vertrauen, sondern es gibt auch die Möglichkeit, dass ich Vertrauen entwickeln kann. Dass ich Zuversicht für den Tag finde. Sei es durch ein tiefes Gebet. Sei es dadurch, dass meine Gedanken durch ein schönes Buch oder einen schönen Film wieder zur Ruhe kommen. Oder sei es durch ein Telefonat mit jemandem, dem es auch gerade nicht leicht fällt.

Und dann entwickle ich auch wieder Zuversicht und sage mir: „Der Herr, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil fürchten musst.“

Ich wünsche Ihnen gute Zuversicht in dieser besonderen Zeit!

Ihr Pfarrer Christoph Tebbe

Eröffnung:

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und niemals aufgibt das Werk seiner Hände.

Lied:Ev. Gesangbuch 656,

  1. Fürchte dich nicht, gefangen in deiner Angst,

mit der du lebst. Fürchte dich nicht,

gefangen in deiner Angst. Mit ihr lebst du.

  1. Fürchte dich nicht, getragen von Seinem Wort,

von dem du lebst. Fürchte dich nicht,

getragen von Seinem Wort. Von ihm lebst du.

  1. Fürchte dich nicht, gesandt in den neuen Tag,

für den du lebst. Fürchte dich nicht,

gesandt in den neuen Tag. Für ihn lebst du.

Gebet

Meinen Blick will ich nach vorn richten

und nicht im Gestern verhaftet bleiben.

Auf das Positive will ich schauen

und nicht immer das Negative fokussieren.

Eine Durststrecke will ich als Chance sehen

und nicht im Klagen und Stöhnen versinken.

Meine Möglichkeiten will ich betrachten

und nicht das Unmögliche überbelichten.

Dem Ungewissen will ich gegenübertreten

und nicht meine Augen davon abwenden.

Im Gottvertrauen will ich mein Leben sehen:

Ich bin von guten Mächten wunderbar geborgen.

(Nach einem Text von Kurt Rainer Klein)

Alle Bitten für uns, unsere Lieben und die Welt reihen wir ein in die weiten Bitten des Vaterunsers:

 

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,

und vergib uns unsere Schuld

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

Segenszusage

Es segne und behüte uns Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

 

Andacht zum Montag – 6. April 2020

 

Von ganzem Herzen: Grüß Gott! Unser Bibelvers für heute.

Jesus sagt beim Verhör vor Pilatus aus: Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. (Johannes 18,37)

Kann das wahr sein, dass Jesus das Leben der Menschen von Gott her ganz anders sieht als normal? „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Jesus sieht die Angst, der Behinderten, der Alten, der Kranken – und er sieht auch die, die am Rand der Gesellschaft stehen: die im Dunkel stehen, die sieht er auch. Und viele Menschen fanden Trost bei Jesus und in seinen Worten. Was die einen tröstet, macht den Mächtigen Angst. Und so wird über Jesus geurteilt, jetzt geht es für ihn um das Strafmaß. Jesus muss sich Pilatus, der staatlichen Gewalt, stellen.

Jesus nimmt für sich in Anspruch, die Wahrheit zu bezeugen. Und seine Wahrheit betrifft das, was im Leben wirklich zählt: eine gute Beziehung zu Gott, der einen im Leben und im Sterben trägt. Wer das glaubt, der ist frei, der wird frei, der kann sich freimachen von seiner Sorge. Freimachen für die Fürsorge, um das, was im Leben wirklich zählt: damit die Liebe in den Menschen ist und Christus in dieser Liebe in uns lebendig bleibt.

Für mich ist das in diesen Tagen besonders wichtig. Ständig hören wir neue Berichte, wie es um uns hier und auf der ganzen Welt wirklich bestellt ist. Und es ist zum Fürchten: wenn Menschen sich begegnen, breitet sich Krankheit aus. Wenn wir uns nicht mehr begegnen und bewegen, breiten sich Arbeitslosigkeit und Armut aus. Wenn wir uns um Kranke, Alte, Sterbende kümmern, um liebgewordene Menschen, breiten sich Krankheit und Tod aus. Unsichtbar und unheimlich – und doch mit viel zu vielen Bildern aus aller Welt. Was ich sehe und höre, das geht über den Verstand hinaus, über meinen zumindest.

Und so spüre ich in vielen Begegnungen, in Gesprächen, Kontakten, wie sich die Sorge ausbreitet: halten wir das noch lange aus – sind wir dem gewachsen, was geschieht mit uns? Die Grenzen werden geschlossen, das Leben erlahmt – und das mitten im Frühling, wo das Leben doch neu zur Blüte kommt. Es ist zum Verrücktwerden!

„Was ist Wahrheit?“, fragt Pilatus Jesus nach seiner Aussage: er soll nach menschlichen Maßstäben richten. Bei Jesus geht es aber um den göttlichen Maßstab: Letztlich, am Ende, in Summe, geht es nur um eines – um wahrhaftige Liebe. Eine Liebe, die größer ist als alle menschliche Vernunft.

Für mich liegt darin ein großer Trost – und eine große Verpflichtung. Mein Trost ist der Trost der christlichen Gemeinschaft. Ihn dürfen wir mutig und fröhlich teilen. Und: mein Trost lässt mich verantwortlich handeln. Mich um den anderen sorgen, kümmern, so gut und wie es eben geht. Ins Gebet nehmen geht immer. Für jemanden zu beten, ist stark: eine Kerze entzünden, einen Gruß senden, eine Karte schreiben, liebevoll an Menschen denken.

Und so wird das Leben liebevoll, voller Liebe – und der Raum für die Sorge wird weniger. Weil uns das Leben blüht. Sichtbar und unsichtbar.

Bleiben Sie behütet und gesegnet!

Ihr Pfarrer Falk Schöller

Eröffnung:

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und niemals aufgibt das Werk seiner Hände.

Lied: Evang. Gesangbuch 365, 1+3

  1. Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,

führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.

Er reicht mir seine Hand, den Abend und den Morgen

tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land.

  1. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit;

es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid.

Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel mein Leben

sei Gott dem Herrn ergeben; er schafft wie’s ihm gefällt.

Gebet

Gott, wir kommen zu dir, mit der Sorge um uns, um Freunde, Verwandte, Nachbarn. Wir kommen zu dir, die Ohren voller seltsamer Botschaften und die Augen laufen über von all den verstörenden Bildern.

Gott wir kommen zu dir, mit all dem Chaos in unserem Kopf und all der Verwirrung in unserem Herzen.

Du hast die Welt geschaffen, mit all den Widersprüchen und Gegensätzen, Regen und Sonne, Frost und Hitze, Tag und Nacht. Und so bitten wir dich: schenke uns deinen guten Geist, damit wir nicht irre werden in diesen Tagen.

Herr Jesus Christus du hast das Leben und die Wahrheit geliebt,  und die Menschen, hast ins Licht gestellt, was im Dunkel war, hast Menschen aus Sackgassen heraus geführt in die Weite des Lebens. Und so bitten wir dich: für Menschen, deren Leben dunkel ist, für Menschen, die keinen Ausweg sehen, für Menschen, die unsere Liebe nicht erreicht. Wir bitten dich um deine Liebe, dass sie uns erfüllt und durch uns hindurch sich in die Welt verströmt. Besonders denke ich an .. (Stille)

Heiliger Geist, du Tröster, komm zu uns, über alle Grenzen, durch alle Mauern, überwinde den Abstand, der Menschen trennt. Auf dich vertrauen wir und leben, verantwortlich und fürsorglich zugleich. Mit allen Menschen in nah und fern tief verbunden beten wir:

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,

und vergib uns unsere Schuld

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

Segenszusage

Der Friede Gottes, der höher ist als all unsere menschliche Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn.

Der Segen Gottes sei mit euch, heute und alle Tage.

Amen

Andacht zum Palmsonntag – 5. April 2020

 

Johannes 12,12-15 +19

Als die große Menge, die aufs Passa-Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!“ Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9,9): „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.“ … Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

Seien Sie herzlich gegrüßt!

Jesus kommt. Er ist der König. In Moskau und in Ungarn gebieten jetzt Putin und Orban wie Könige, frisch vom Volk dazu ermächtigt: Überwachung total und drakonische Strafen, wenn man die strikten Kontaktverbote übertritt! Alles, damit die Epidemie eingegrenzt wird. Sicher, ja, so ein bisschen davon kennen wir hier bei uns auch. Trotzdem schüttelt es mich – solche Machtfülle in diesen Händen!? Was wird noch daraus?

Das war auch die Befürchtung der Verantwortlichen damals im Blick auf Jesus. Da haben sie ihn total verkannt. Keiner, der seine Macht für eigene Zwecke einsetzt. Keiner, der die Massen in den Griff kriegen will. Keiner, der sich alles in die Tasche steckt und die Menge verderben lässt.

Sondern: Einer, der tatsächlich alle Macht hat, sogar: göttliche Allmacht. Aber nichts für sich, sondern alles für die Menschen verwendet, die er liebt.

Er zieht ein und wird gefeiert, ja. Aber er sieht beim Einzug schon von ferne den Hügel Golgatha, auf dem dann drei Tage später das Kreuz stehen wird. Er macht nicht kehrt, er bleibt auf dem Wege – auf dem Weg der Zuwendung zu den Menschen.

Er ist ganz bei seinen Menschen, damit wir in keiner Stunde allein sind, gottverlassen und gottvergessen. Keine Krankheit, keine Einsamkeit, trennt uns von ihm. Er ist schon drin, hat es selbst erlitten, erduldet – für uns, um uns nah zu sein.

Jesus ist darin unübertroffen hoch – gerade in seiner Niedrigkeit. Deshalb: Jubel, wenn er kommt – damals und heue: wenn er ankommt mit dieser Haltung bei uns.

Ja, hätten wir doch mehr solche Verantwortliche! Vielleicht zu viel verlangt, bestimmt sogar. Aber etwas davon gibt es ja: Danke allen, die sich jetzt für uns einsetzten, ihre Gesundheit riskieren und Überstunden machen – nicht für den eigenen Vorteil, sondern damit wir leben und Kranken geholfen wird. Gott, schenke den Erfolg!

Und uns allen schenke er die Besinnung auf das, was wirklich zählt: Für und mit anderen sein. Jetzt: gerade im Verzichten, wenn es weh tut, einander nicht sehen und berühren zu können. Darin die wahre Größe finden und dann hoch sein, wenn wir andern helfen.

Bleiben Sie behütet und gesegnet!

Ihr Pfarrer Volker Hendricks

Eröffnung:

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und niemals aufgibt das Werk seiner Hände.

Lied: Evang. Gesangbuch 361, 1+8 / Gotteslob 418

  1. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt

der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn

der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

  1. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt!

Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt,

mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit,

so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

  1. Ihn, ihn lass tun und walten! Er ist ein weiser Fürst

und wird sich so verhalten, dass du dich wundern wirst,

wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat

das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat.

Gebet

Gott, lass es uns glauben und darauf vertrauen, dass Du auch für jeden von uns Herr der Lage bist. Bei Dir kommen wir zur Ruhe und atmen auf. Das soll heute unser stiller Jubel sein: Du bist da! Danke für diese Geborgenheit.

Herr, wir danken dir, dass wir alle unsere Sorgen bei dir abladen dürfen. Wir tun das im Blick auf die Menschen, die uns am Herzen liegen, wir bringen sie zu dir und befehlen sie deiner Fürsorge an. Bewahre sie gesund. Stärke Ihre Zuversicht und Geduld.

Du willst, dass wir verantwortungsvoll und zuversichtlich unsere Welt gestalten. Nicht sorgenvoll sollen wir leben, sondern sorgfältig handeln. Wir bitten Dich vor allem, dass wir mit Rücksicht und Umsicht leben. Lass uns alle Beschränkungen auf uns nehmen – als Dienst für die andern und für uns selbst.

Öffne uns die Augen, wo wir anderen helfen sollen.

Alle Bitten für uns, unsere Lieben und die Menschen überhaupt reihen wir ein in die weiten Bitten, die Du uns im Vaterunser vorgesprochen hast:

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,

und vergib uns unsere Schuld

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

Segenszusage

Es segne und behüte uns Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

04.April.2020          Der König der Armen zieht ein – die ganz andere Macht!   Markus 14, 3 – 9    Pfarrerin – Pleger

27.März.2020          „Gedanken zur Zukunft des Glaubens“   Hebräer 11,1    Pfarrerin – Pleger

​22.März.2020          ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet!  Jesaja 66, 13-14    Pfarrerin – Pleger